Google AdSense

Google AdSense ist ein Werbetool von Google, mit dem Webseitenbetreiber, Publisher genannt, das Einblenden von Werbung auf ihren Webseiten, Onlineshops und Blogs vollziehen können und dafür an den Einnahmen beteiligt werden. Die Gegenseite, die Werbetreibenden (Advertiser), nutzen das Google-Tool Google AdWords, um Anzeigen zu schalten und somit ihre Produkte und Dienstleistungen im Internet zu bewerben.

Funktionsweise von Google AdSense

Der Publisher meldet sich bei dem AdSense Programm an, seine Webseite wird daraufhin von Google geprüft und bei entsprechend seriösem Inhalt für den Dienst freigeschaltet. Das dauert bei Erstanmeldungen bisweilen ein bis zwei Tage, bei Publishern, die schon andere Seiten mit dem Programm betreiben, kann der Vorgang innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen sein. Der Publisher hat nun Google-Tools zur Verfügung, mit denen er das Format und die Platzierung der eingeblendeten Werbung bestimmen kann. Diese Anzeigen werden im Prinzip inhaltsbezogen auf den Content der Seite eingeblendet. Ein Blog über Wein erhält also vornehmlich Werbung zu Weinthemen. Seit 2010 wird jedoch auch das Retargeting eingesetzt. Dabei sieht der Besucher der Seite auch Werbung zu Themen, die er zuvor woanders aufgesucht hat und die mit dem Inhalt der Seite nichts mehr zu tun haben müssen. Das muss deshalb nicht nachteilig für den Publisher sein, er erhält seine Vergütung pro Klick bzw. pro Werbeeinblendung.

Anzeigenformate

Der Publisher kann zunächst bestimmte Anzeigen ausschließen, auch diejenigen von Wettbewerbern. Daneben kann er sich für die Platzierung der Anzeigen auf seiner Seite und für bestimmte Formate entscheiden. Angeboten werden Textanzeigen in der Form, wie sie auch auf den Google-Ergebnisseiten zu finden sind, daneben Image-Anzeigen, Video-Anzeigen und Link-Blöcke. In bestimmten Grenzen ist eine farbliche Anpassung der Werbung an die eigene Seite möglich, zum Beispiel über die Umgebungsfarbe, allerdings keine direkte Beeinflussung irgendeiner Anzeige. Hoch- und Querformate sowie unterschiedliche Bannergrößen werden im Prinzip durch die Platzierung der Anzeigen bestimmt.

Je nachdem, für welche Formate der Publisher sich entscheidet, werden mehr oder weniger Anzeigen integriert. Der Integration von beliebig vielen Werbebannern pro Seite sind jedoch Grenzen gesetzt. Die Programmrichtlinien von Google regeln die maximal mögliche Anzahl der Anzeigenblöcke, die momentan aus bis zu drei Standardanzeigenblöcken, drei Link-Blöcken sowie zwei Suchfeldern je Seite besteht.

Vergütung

Der Publisher wird in der Regel nach dem CpC-Modell (Cost per Click) vergütet. Das bedeutet, mit jedem Klick eines fremden Besuchers erhält er einen Anteil der Werbeeinnahmen. Darüber hinaus kann eine Vergütung auch nach dem CpM-Modell (Cost per Mille, auch TKP bzw. Tausender-Kontakt-Preis) erfolgen, was eine Vergütung pro Werbeeinblendung bedeutet. Ob der Besucher der Webseite letztlich auf die Werbung klickt oder nicht spielt dann keine Rolle.
Die Auszahlung der AdSense Werbeeinnahmen erfolgt, wenn mindestens 70 Euro erreicht sind, und zwar 30 Tage nach Ende des Monats, in dem die Werbeeinnahmen generiert und die Mindessumme überschritten wurde. (Wenn beispielsweise Mitte Oktober 2011 der Betrag erreicht wird, erfolgt die Bezahlung frühestens ab dem 01.12.2011). Der Publisher kann zwischen verschiedenen Zahlungsmethoden wählen. Die gängigste Variante ist die Zahlung per Banküberweisung auf das zuvor benannte Konto des Publishers. Eine Zahlung per Scheck in der jeweiligen Landeswährung des Publishers wäre ebenfalls möglich.

Wie hoch der Anteil pro Klick für den Publisher genau ist, lässt sich pauschal nicht genau sagen. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, hinzu kommt, dass Google nicht im Detail aufschlüsselt, welcher Klick wie viel Einnahmen erwirtschaftet hat und es neben der CpC-Vergütung auch noch die CpM-Vergütung gibt, die sich nach der Anzahl der Werbeeinblendungen richtet.

Vorteile von Google AdSense

Das Programm Google AdSense ist ein überaus schnell und unkompliziert einzurichtendes Werbeprogramm im Internet. Wer den Vorgang einmal durchgeführt hat, benötigt für eine neue Webseite faktisch nur Sekunden und kann mittels Google AdSense das eigene Webangebot monetarisieren. Wenn die Webseite gut promoted und in den Suchmaschinen mit vielen trafficstarken Suchbegriffen auf den vordersten Plätzen von Seite 1 positioniert ist, kann die Webseite viele Besucher über Suchmaschinen erhalten und eine große Zahl an Klicks und Werbeeinblendungen generieren, wodurch sich teils beträchtliche Werbeeinnahmen erwirtschaften lassen.

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